Mittwoch der 5. Woche 1 Kön 10,1-10

Jesus, der   zur Frau aus Syrophönizien  sprach: Lass zuvor die Kinder  satt werden, sei mit euch.

  Salomo liebte den Herrn und wusste, was ihn glücklich machte. Er regierte viele Jahre lang weise und gerecht über die Israeliten. Aber als er alt wurde, wandte sich sein Herz anderen Göttern zu (1 Könige 11,4). Er heiratete viele ausländische Frauen – was nach dem Gesetz des Mose verboten war – und begann, ihre Götzen anzubeten. Infolgedessen war Salomo hin- und hergerissen zwischen dem Herrn und den kanaanäischen Götzen. Dies kostete ihn schließlich sein Königreich. Könige, Polygamie, das Verbot von Mischehen – das alles erscheint uns so fern und altmodisch. Dennoch stehen wir alle vor der gleichen Entscheidung wie Salomo: Wem soll ich gehorchen?

Jesus, du kamst, um den Willen des Vaters zu tun. Herr, erbarme dich unser.

Du weiß,wie viel Böses im Menschen verborgen ist. Christus, erbarme dich unser.   

Du wolltest   uns helfen, alle  Bosheit zu überwinden. Herr, erbarme dich unser.

Der Bau des prächtigen Tempels war die größte Leistung Salomos, das Ergebnis der Pracht und Tiefe von Gottes Weisheit kann ein mächtiges Zeugnis sein! Die Königin von Saba war von Salomos Weisheit und Weitsicht, von der Pracht seines Palastes und Gottes Tempels so sehr beeindruckt, dass sie von Ehrfurcht und Verehrung erfüllt war. In der Heiligen Schrift heißt es, dass sie atemlos war – eine andere Übersetzung drückt dies mit den Worten „sie war ganz außer sich“ aus. (1 Könige 10:5).

Gott segnete Salomo so großzügig, dass die Königin von Saba am Ende Gott lobte, der Salomo mit so vielen Gaben beschenkt hatte. Der Umgang mit den Gaben Gottes kann ein ebenso starkes Zeugnis für die Menschen um uns herum sein. Sie kann ein wirksames Instrument für die Evangelisation werden, zu der wir berufen sind. Unsere Worte und Antworten auf die bohrenden Fragen der Menschen können auf Gottes Weisheit und Freundlichkeit gegenüber einer Welt hinweisen, in der oft Härte und Grausamkeit herrschen. Je mehr wir unser Leben Gott überlassen, desto mehr öffnen wir uns für seine Güte und Weisheit – und desto sichtbarer wird dies für die Menschen um uns herum sein.

Und das ist es, was andere Menschen zum Herrn und zu seiner Herrlichkeit führen kann. Einfach ausgedrückt, werden sie sich nach dem sehnen, was wir haben: Frieden, Zuversicht, Überzeugung, Entschlossenheit und Handlungsfähigkeit. Jesus möchte, dass unser Licht den Menschen leuchtet (Mt 5,16). Dieses Licht muss sich nicht auf unsere persönliche Gebetszeit oder unsere Fähigkeit, Zitate aus der Heiligen Schrift auswendig zu lernen, beschränken. Es geht um die Güte Gottes, die selbst in den alltäglichsten Dingen unseres Lebens durchscheint. Je mehr wir unser Herz Gott überlassen, desto leichter werden andere den Herrn und seine Gaben in uns wahrnehmen können.

Wie zeigt sich seine Güte in Ihrem Leben? Wie hat sie sich in den letzten Jahren vervielfacht? Wenn Sie Gottes Segen in Ihrem Leben erkennen, danken und loben Sie den Herrn und geben Sie sich ihm noch mehr hin. Und dann beobachten Sie, wie Gott in Ihnen und durch Sie wirkt. Man weiß nie, wann jemand auf einen zukommt und möchte, dass man „für seinen Fall eintritt und die Hoffnung, die in einem steckt, rechtfertigt“. (vgl. 1 Petrus 3,15).

Wir sind getauft im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Als Erben Gottes dürfen wir beten.

Friede ist ein Geschenk des Auferstandenen an die auferstehende  Schöpfung. Bitten wir um den Frieden. 

Selig, die aufgenommen werden, wenn der Herr in seiner Herrlichkeit kommt.

 

 

 

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